{"id":1680,"date":"2013-06-19T17:09:04","date_gmt":"2013-06-19T15:09:04","guid":{"rendered":"http:\/\/hbg-koeln.de\/?p=1680"},"modified":"2013-06-19T17:09:04","modified_gmt":"2013-06-19T15:09:04","slug":"arena-y-esteras-24-26-6-an-der-hbg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hbg-koeln.de\/?p=1680","title":{"rendered":"Arena y Esteras 24.-26.6. an der HBG"},"content":{"rendered":"<p>\u00dcbersetzt hei\u00dft \u201eArena y Esteras\u201c &#8222;Sand und Strohmatten&#8220; &#8211; eine passende Bezeichnung, da das Projekt in Villa El Salvador, einem sehr armen Bezirk von Lima am Rande der W\u00fcste arbeitet. 1971 siedelten sich die ersten 8.000 Familien am Rande von Lima in einer extrem unwirtlichen Gegend an. Sie waren alle Vertriebene aus dem Landesinnern. Seit dem 1. Juni 1983 ist Villa El Salvador ein offizieller Bezirk von Lima und seit 2006 die Partnerstadt von T\u00fcbingen. Villa El Salvador (VES) hat heute weit \u00fcber 400.000 Einwohnern und liegt in einem W\u00fcstengebiet, wo die einfachen H\u00fctten aus Strohmatten hergestellt werden. Nicht alle haben Strom und Wasser oder sind an das Abwassersystem angeschlossen. 75% der Bev\u00f6lkerung sind j\u00fcnger als 25 Jahre alt. Die Gewaltrate ist eine der h\u00f6chsten in der Region. Als am 15. Februar 1992 die popul\u00e4re B\u00fcrgermeisterin von Villa El Salvador, Mar\u00eda Elena Moyano, vom \u201eLeuchtenden Pfad\u201c ermordet wurde, breiteten sich in der Bev\u00f6lkerung Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit aus. Eine Gruppe von Jugendlichen fand sich zusammen mit der festen Absicht, mit Hilfe der Kunst die Angst zu \u00fcberwinden und daf\u00fcr zu sorgen, dass die Menschen des Stadtteils das Lachen zur\u00fcckgewinnen konnten \u2013 um wieder an das Leben glauben zu k\u00f6nnen. \u201eF\u00fcr das Recht auf das L\u00e4cheln\u201c ist seitdem das Motto der Organisation.<\/p>\n<p>Peru ist gegenw\u00e4rtig in einer schwierigen politischen und sozialen Situation. Landflucht bedingt die starke Zuwanderung von Peruanern in die Hauptstadt, in der aktuell rund ein Viertel der Bev\u00f6lkerung des Landes lebt. Ein erheblicher Teil der Bev\u00f6lkerung, insbesondere der indigenen Bev\u00f6lkerung, lebt unterhalb bzw. am Rande der Armutsgrenze. Aufgrund der Gegens\u00e4tze in den ethnischen Kulturen, sozio-politischer Disparit\u00e4ten und der Misswirtschaft und B\u00fcrokratie kommt es zu einer ungen\u00fcgenden Versorgung der Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p>\u201cArena y Esteras\u201d ist ein Zusammenschluss von K\u00fcnsterlerInnen, P\u00e4dagogInnen und LehrerInnen, die in der Stadt seit nunmehr \u00fcber 20 Jahren aktiv sind. Im permanenten Bem\u00fchen um Menschenrechte, kulturelle Identit\u00e4t, Gleichberechtigung der Geschlechter und Respekt vor der Sch\u00f6pfung wirken sie aktiv an einer Ver\u00e4nderung in der Gesellschaft mit. Sie greifen dabei auf die kreative Kraft der Menschen zur\u00fcck als eine k\u00fcnstlerische Strategie, das Leben zu gestalten, widerst\u00e4ndig zu bleiben und sich dabei gegenseitig zu unterst\u00fctzen. Daf\u00fcr nutzen sie Theater, Zirkus, Musik, Tanz und Bildende Kunst. Am 30. November 2012 hat das Kulturministerium bekannt gegeben, dass \u201eArena y Esteras\u201c den Nationalen Kulturpreis Preis verliehen bekommt &#8211; in der Kategorie &#8222;Gute Praxis&#8220;. Diese Auszeichnung nach 20 Jahren Engagement f\u00fcr das Recht zu L\u00e4cheln zu erhalten ist der kr\u00f6nende Abschluss des Jubil\u00e4umsjahres 2012. F\u00fcr all die, die sich \u00fcber die Jahre f\u00fcr die Kulturarbeit in den Vierteln von Villa El Salvador und in den l\u00e4ndlichen Regionen der peruanischen Anden engagiert haben, ist der Preis eine gro\u00dfe Anerkennung. Insbesondere aber f\u00fcr die jungen Menschen, die heute in Villa El Salvador aktiv sind.<\/p>\n<p>Das St\u00fcck:<\/p>\n<p>&#8222;MOO&#8220; &#8211; von den \u00c4ngsten und Tr\u00e4umen der Kinder \u201cMOO\u201d ist die aktuellste Inszenierung von \u201eArena y Esteras\u201c. Das St\u00fcck hatte im Rahmen des FESTiCIRCO im Juli 2012 Premiere und wurde bei allen 17 Auff\u00fchrungen im Rahmen des Festivals in Villa El Salvador begeistert aufgenommen. Mehr als 30 Kinder und Jugendliche waren als Schauspieler, Akrobaten, Musiker, T\u00e4nzer und Illusionisten an der fulminanten Zirkustheater-Inszenierung beteiligt. \u201eMOO\u201c ist ein Ort in der Provinz Puno in Peru, der sich eigentlich \u201eMoho\u201c schreibt. Es ist ein Wortspiel, zu dem auch das wunderbare Buch \u201eMomo\u201c von Michael Ende beigetragen hat. \u201eMOO\u201c handelt von Kindern in Peru, von deren \u00c4ngsten und schmerzhaften Erfahrungen \u2013 aber auch von ihren Tr\u00e4umen und Vorstellungen. Das St\u00fcck stellt letztlich die Frage, wie wir mit unseren Kindern umgehen und welche Zukunft wir ihnen er\u00f6ffnen wollen. In dem St\u00fcck gibt es traurige Geschichten von Kindern, aber eben auch Geschichten von Freude und Gl\u00fcck. So wird das St\u00fcck in einen Ort der Fr\u00f6hlichkeit, Weisheit und Hoffnung transformiert. Quasi ein Gesang f\u00fcr das Leben. F\u00fcr die KinderKulturKarawane 2013 wird \u201eArena y Esteras\u201c das St\u00fcck mit 7 jungen DarstellerInnen, ArtistInnen und MusikerInnen auf die B\u00fchne bringen.<\/p>\n<p>Auff\u00fchrung am 24.6. um 14.30 Uhr im PZ oder D&amp;G-Raum<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"ngg-singlepic ngg-center\" src=\"http:\/\/hbg-koeln.de\/wp-content\/gallery\/2013-artikel\/arena-y-esteras.jpg\" alt=\"arena-y-esteras\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcbersetzt hei\u00dft \u201eArena y Esteras\u201c &#8222;Sand und Strohmatten&#8220; &#8211; eine passende Bezeichnung, da das Projekt in Villa El Salvador, einem sehr armen Bezirk von Lima am Rande der W\u00fcste arbeitet. 1971 siedelten sich die ersten 8.000<a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/hbg-koeln.de\/?p=1680\">Read More&#8230;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[],"class_list":["post-1680","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-kultur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hbg-koeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1680","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hbg-koeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hbg-koeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hbg-koeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hbg-koeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1680"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/hbg-koeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1680\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1684,"href":"https:\/\/hbg-koeln.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1680\/revisions\/1684"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hbg-koeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1680"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hbg-koeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1680"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hbg-koeln.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1680"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}