{"id":4580,"date":"2016-06-13T18:39:22","date_gmt":"2016-06-13T16:39:22","guid":{"rendered":"http:\/\/hbg-koeln.de\/?p=4580"},"modified":"2016-06-13T18:42:29","modified_gmt":"2016-06-13T16:42:29","slug":"crash-kurs-nrw-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hbg-koeln.de\/?p=4580","title":{"rendered":"Crash Kurs NRW"},"content":{"rendered":"<p>Am 22.06. 2017 f\u00fchren wir mit dem 10. Jahrgang den Kurs durch.<\/p>\n<p>\u201eCrash Kurs NRW\u201c ist eine Kampagne der Polizei in Nordrhein-Westfalen, die sich speziell an Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in den 10. und 11. Klassen in weiterf\u00fchrenden Schulen sowie Berufskollegs richtet. Ziel ist es, die Zahl von Verkehrsunf\u00e4llen \u2013 vor allem solche mit jugendlichen Beteiligten \u2013 nachhaltig zu senken.<!--more--><\/p>\n<p>Hintergrund<br \/>\nIn Nordrhein-Westfalen ereignen sich pro Jahr 550.000 Verkehrsunf\u00e4lle. \u00dcber 600 Menschen werden dabei pro Jahr get\u00f6tet. Junge Fahrerinnen und Fahrer im Alter von 18 bis 24 Jahren verursachen \u00fcberproportional viele der schweren Unf\u00e4lle. Fast 100 von ihnen sterben jedes Jahr in NRW. Das ist alarmierend und inakzeptabel. \u00dcberh\u00f6hte Geschwindigkeit, das Nichtanlegen des Sicherheitsgurtes, der Konsum von Alkohol und Drogen sind in \u00fcber 50 Prozent aller F\u00e4lle die Ursachen, warum Menschen im Stra\u00dfenverkehr zu Tode kommen oder schwer verletzt werden.<\/p>\n<p>Die Polizei geht gemeinsam mit ihren Partnern beim \u201eCrash Kurs NRW\u201c neue Wege. Auf der Suche nach einer wirkungsvollen M\u00f6glichkeit, junge Menschen tats\u00e4chlich anzusprechen und dauerhafte, positive Verhaltens\u00e4nderungen zu bewirken, wurde vor einigen Jahren in Staffordshire (Gro\u00dfbritannien) \u201eCrash Course\u201c entwickelt. Mit diesem vergleichbaren Programm hat man bereits seit Jahren gute Erfahrungen in England gemacht. Nach diesem Vorbild wurde auch \u201eCrash Kurs NRW\u201c entwickelt.<\/p>\n<p>Crash Kurs NRW<\/p>\n<p>Bilder vom Unfallort offenbaren oft die entscheidenden Fehler von Verkehrsteilnehmern.<\/p>\n<p>Das Pr\u00e4ventionsprogramm \u201eCrash Kurs NRW\u201c zeigt mit emotionalen Berichten von Betroffenen und eindringlichen Bildern auf, dass Verkehrsunf\u00e4lle ihre Ursachen haben. Es wird vermittelt, dass Verkehrsunf\u00e4lle nicht einfach passieren, sondern verursacht werden, weil von den Verkehrsteilnehmern Regeln missachtet wurden. Damit sind sie vermeidbar. Bei \u201eCrash Kurs NRW\u201c wird den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ohne erhobenen Zeigefinger klar gemacht, wie lebensgef\u00e4hrlich riskantes Verhalten im Stra\u00dfenverkehr ist und dass es auf ihr eigenes Handeln als Fahrer und Mitfahrer entscheidend ankommt.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der \u201eCrash-Kurs\u201c-Veranstaltung berichten z. B. Polizisten, Feuerwehrleute, Rettungssanit\u00e4ter, Not\u00e4rzte, Notfallseelsorger und Angeh\u00f6rige von Unfallopfern als direkt Betroffene \u00fcber die Ursachen sowie \u00fcber die oftmals schrecklichen Folgen. Und sie erz\u00e4hlen von ihren ganz pers\u00f6nlichen Erfahrungen, wie sie z. B. ortsbezogene Unf\u00e4lle erlebt haben, wie sie sich bei der Erstversorgung oder dem \u00dcberbringen einer Todesnachricht gef\u00fchlt haben. Damit sprechen sie direkt die Gef\u00fchle an und aktivieren das Vorstellungsverm\u00f6gen der jugendlichen Zuh\u00f6rer und k\u00f6nnen starke Emotionen ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Gute Vor- und Nachbereitung<\/p>\n<p>Viele emotionale Erfahrungen: Beim CRASH KURS NRW berichten Feuerwehr, Notarzt, Seelsorge und Co. pers\u00f6nlich aus der Praxis.<\/p>\n<p>Es ist wichtig, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor einer Veranstaltung dar\u00fcber informiert werden, dass \u00fcber Unfalltod und Unfallfolgen gesprochen wird. Wer z. B. einen Unfall in der Familie oder im Freundeskreis erlebt hat, geh\u00f6rt nicht zur Zielgruppe dieser Pr\u00e4ventionskampagne. Die Teilnahme an einer \u201eCrash-Kurs\u201c-Veranstaltung ist generell freiwillig. W\u00e4hrend der Veranstaltung muss Personal zur Betreuung bereitstehen, falls einzelne Teilnehmerinnen oder Teilnehmer den Raum verlassen.<\/p>\n<p>Direkt im Anschluss an einen \u201eCrash-Kurs\u201c sollte in der Schule ausreichend Zeit f\u00fcr Gespr\u00e4che eingeplant werden, um das, was geh\u00f6rt oder auch gesehen wurde, verarbeiten zu k\u00f6nnen. Die Veranstaltung soll emotional \u201edie T\u00fcren \u00f6ffnen\u201c, um anschlie\u00dfend in der Schule nachbereitet zu werden. Hierzu stehen auf dem Mandantenserver der Universit\u00e4t zu K\u00f6ln Unterrichtsmaterialien zur Verf\u00fcgung, wie z. B. ein Rollenspiel. Die Materialien k\u00f6nnen Lehrerinnen und Lehrer nutzen, um gemeinsam mit den Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern aktiv Handlungsalternativen zu erarbeiten. Die Handhabung der Materialien wird in Kurzvideos erl\u00e4utert. Auch das Modulhandbuch, das die Rollen n\u00e4her beschreibt, ist hier zu finden.<\/p>\n<p>Wirkung<br \/>\nDas Projekt wird durch die Universit\u00e4t zu K\u00f6ln und Universit\u00e4t Z\u00fcrich wissenschaftlich begleitet und evaluiert. Der Abschlussbericht zur Prozessevaluation liegt bereits vor und ist ebenfalls auf dem Mandantenserver eingestellt. Die Wirkungsevaluation ist noch nicht abgeschlossen.<\/p>\n<p>Inzwischen wird \u201eCrash Kurs NRW\u201c landesweit angeboten. Die Kampagne erreichte bis zum Sommer 2012 bereits \u00fcber 50.000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler. Das Ziel ist, jedes Jahr eine komplette Jahrgangsstufe zu erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 22.06. 2017 f\u00fchren wir mit dem 10. 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