Am vergangenen Dienstag freuten Sich insgesamt 14 Schülerinnen und Schüler von der HBG, der Deutschen Sporthochschule in Köln einen Besuch abzustatten. Das Projekt, welches seit dem Schuljahr 2021 an der HBG angeboten wird, soll sportlich interessierten Jugendlichen die Möglichkeit bieten, für einen Tag das Leben an der größten Sportuniversität Europas kennen zu lernen. Beginnend mit einem kleinen Rundgang über den Campus gelang es den Kindern, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. So wurde der Olympiastützpunkt Rheinland im Hockey- und Judozentrum sowie das Schwimmzentrum neben der Jahnwiese näher unter Beobachtung genommen. Zudem konnten die Hörsäle und Studiengänge näher inspiziert werden.
Neben den Bereichen Management, Journalismus, Leistung und Gesundheit fokussierte sich der diesjährige Blick insbesondere auf das Lehramtsstudium in Köln.
Da schien es günstig, dass sich zwei Lehramtskurse der Sporthochschule ein spezielles Programm im Bodenturnen sowie im Trampolinkurs überlegten, um die Inhalte eines universitären Sportkurses näher zu bringen. Eine Situation, die sich für beide Seiten als gewinnbringend herausstellte, weil auch die Studierenden ihre Lehrproben nicht mit Gleichaltrigen Studentinnen und Studenten, sondern mit der Zielgruppe von Jugendlichen zu absolvierten, die sie später unterrichten werden. Insofern ist die Langfristigkeit des Projektgedankens gegeben, da dieser auch die Interessen der Sporthochschule abdeckt, praxisnah mit Kindern und Jugendlichen Sportunterricht durchführen zu können.
Im anschließenden Balancierparkour bewiesen die Kinder ihr ganzes Geschick, währenddessen sie im Trampolinkurs die Grundfertigkeiten im Sprungtuch festigten und zum Ende sogar allesamt einen Salto vorwärts ausprobierten. Abgerundet wurde der Tag mit einer kleinen Führung durch die anliegende Bibliothek, zumal die Verknüpfung zwischen Praxis- und Theorieeinheiten eine zentrale Rolle im Sportstudium einnimmt. Den kurzen, aber intensiven Tag nahmen alle Kinder als Anreiz, sich näher mit dem eigenen Berufsfeld auseinanderzusetzen und über einen Zukunftswunsch im Bereich Sport konkreter nachzudenken.
Mittlerweile haben einige der Schülerinnen und Schüler, die in den zurückliegenden Jahren an dem Projekt teilgenommen haben, Kontakt über unsere außerschulischen Sportangebote aufgenommen und befassen sich in unseren IG´s und den Sportleistungskursen intensiv mit dem Thema eines Sportstudiums. Folglich ist eine Verknüpfung zwischen Schule und Beruf hier gegeben und soll in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden, um weitere Perspektiven für unsere Schülerinnen und Schüler zu schaffen.
Oliver Mohs
Leiter des HBG-Projektes an der Sporthochschule
